Wenn Ironman zu langweilig ist…

2013 nahm ich nur so aus Spass mit einem geliehenen Mountainbike am O-See-Challenge in Zittau teil- und war als „Nicht-Mountainbikefahrerin“ geschockt von der Schwierigkeit der Radstrecke!

Nichts desto trotz sprang ein wenig der Mountainbikevirus über und so meldete ich mich im Rahmen der DTU- Seniorennationalmannschaft für die diesjährige ITU-Weltmeisterschaft im Cross-triathlon an, die für 2014 nach Zittau vergeben worden war und wurde auch nominiert.

Ein eigenes Mountainbike wurde angeschafft.

Zu meinem Entsetzen regnete es vor dem Renntag die ganze Nacht, so dass ich ernsthaft über einen Startverzicht nachdachte. Nach einem frühmorgendlichen Telefonat mit Karin Schulz, die auch angemeldet war, beschlossen wir, uns doch erst einmal um 8.00 Uhr am See zu treffen.

Es hatte aufgehört zu regnen, wir checkten ein – und das Schicksal nahm seinen Lauf! Auch hier findet man  andere „Mückels“: ich traf Uta Knape in der Wechselzone und später Bella Henseleit als „Jubelgruppe“ – klasse1!!!

Schwimmen ist am O-See das einzige flache und harmlose und war mehr (Karin) oder weniger (ich)schnell erledigt.

 

Pünktlich nach dem Wechsel aufs Mountainbike war der Regen wieder da. Die 38km mit über 1100 Höhenmetern und technischen Singletrails, zum Teil stark verblockt und durch den Regen völlig aufgeweicht, gerieten zur Schlammschlacht. Schon nach wenigen Kilometern waren Farbunterschiede in Kleidung oder Radlackierung bei den Athleten kaum noch zu unterscheiden. Stürze und Raddefekte häuften sich. Als ungeübte Mountainbikerin trug ich das Rad mehrmals bergab und kam mit insgesamt 3 „harmlosen“ Stürzen zurück in die Wechselzone, um sofort den Crosslauf von 9km in Angriff zu nehmen. Matschig , mit Bachdurchquerung, Serpentinen bergauf, steile Downhills auf rutschigen Wiesen –Spass pur!

Überglücklich und völlig platt stand ich später als Gewinnerin der Silbermedaille der AK 60 neben Karin, die gewonnen hat, auf dem Treppchen.

Ich freute mich für Karin über den verdienten Titelgewinn – der gerechte Lohn für ihren couragierten Mountainbikeritt!

Aber auch ich bin ein Stückchen gewachsen, allein weil ich nicht „gekniffen“ hab – und unglaublicherweise: wenn man erst einmal von oben bis unten dreckig ist, macht das ganze auch noch Spass……das war bestimmt nicht mein letzter Cross!!

 

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Monika Wille

One thought on “Wenn Ironman zu langweilig ist…

  • 03.09.2014 at 17:11
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    Respekt!!! Habe vor zwei Jahren selber ein X-TERRA-Rennen absolviert…bei gutem Wetter! Das ist wahrlich nichts für schwache Nerven, und das dort muss dieses Jahr der härteste X-TERRA then ever gewesen sein…:-)

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