Der längste Tag des Jahres von Ramon

Der längste TagRamon 2

Um 4:15 Uhr sollte der Wecker klingeln – die Betonung liegt auf „sollte“, da ich schlauerweise eine Voreinstellung ausgewählt hatte, die meinen Wecker nur von Montag bis Freitag klingeln lässt. Daher war ich etwas verdutzt, als es um 5:45 Uhr an der Tür klopfte und jemand fragte: „Biste schon fertig?“ Äääähm, nee!

Dann ging es los, hopp hopp: Mist, wo ist meine Radhose? Ähm ja, die ist im Beutel in der Wechselzone! Tja, dann halt nackt in den Neo. Pumpe geschnappt und los. Kaum drei Meter aus dem Hotel reißt mir der Schlappen und dann geht es nur noch barfuß weiter. Nun heißt es Nerven behalten! In der Wechselzone angekommen, Rad aufpumpen und im Anschluss der letzte Check, ob meine Radhose wirklich im Beutel ist! Sie war es! Gott sei Dank!…

Schwimmstart mit Rolling Start – gut oder schlecht?!

Schwimmen lief schlecht: Null Sicht, null Orientierung! Aber Schwimmen ist eh nicht meins, also Augen zu und ab der Fisch. Dann raus aus dem Wasser, umziehen und ab aufs Rad.

Das Radfahren lief gut, aber ich bin trotz allem mit angezogener Handbremse gefahren, da ich nicht wusste, wie sich meine Beine nach 180 km anfühlen würden. Und mein Ziel war ja definitiv: Ankommen!

Aber wer hätte gedacht, dass der größte Stress auf dem Rad das Essen wird: Kaum war der Riegel im Mund, waren auch schon wieder 30 Minuten um. Also, essen und trinken!

 

Nimm den Riegel, iss den Riegel!

 

Bei km 150 dachte ich, meine Uhr wäre kaputt: Nur noch 30 km und so wenig Stunden auf der Uhr, so beschloss ich, zur Sicherheit 30 Minuten draufzupacken – ich dachte wirklich, meine Uhr sei stehengeblieben. Aber wie ich hinterher herausfinden sollte, bin ich wirklich nach 5:54:05 h vom Rad gestiegen!

Dann ging es  wieder zum Umziehen. Dieses Mal tauschte ich mal meine Rad- gegen eine Laufhose – das erste Mal, dass ich das gemacht habe aber ich finde, es hat sich gelohnt!

Ich lief los auf die Laufstrecke, die viermal gelaufen werden musste. Im Training hatte ich geplant, den Marathon unter vier Stunden zu laufen. Ich wollte eine Pace von 5:30 laufen.

km 1 Pace 5:15, zu schnell, km 2 Pace 5:15, immer noch zu schnell – obwohl ich extra langsamer gemacht hatte! Ich dachte nur, hoffentlich rächt sich das nicht nach hinten raus! Die nächsten km waren ein ähnliches Spiel. Dann kam der Augenblick, in dem ich auf Ute zulief, sie Augen und Mund nicht mehr zubekam und nur noch rief „Mensch, Ramon! Das sieht sehr gut aus! Weiter so!“ Man konnte richtig sehen, wie positiv überrascht sie war, mich „so früh“ zu sehen. :-)

Die Kilometer flogen nur so, aber leider füllte sich auch meine Blase mindestens ebenso schnell, sodass ich gefühlt jedes Dixi auf der Strecke kennenlernte durfte.

Die 2. und 3. Runde liefen super aber gegen Ende der 3. Runde bekam ich Kniescheibenschmerzen, sodass ich an jeder Verpflegungsstation Eis draufgeben musste. Aber egal, es hieß Zähne zusammenbeißen und laufen.

Ich war nun in der letzten Runde und durfte zum letzten Mal Utes erstauntes Gesicht sehen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön!! Es hat mich sehr gepusht, dass Du da standst und uns angefeuert hast! Mir persönlich hat das viel gegeben!

Es ging nur noch runter in die Stadt, Bändchen holen und in Gedanken schon im Ziel, wo ich von meiner Frau erwartet wurde, die sich als Finishline-Catcher angemeldet hatte, um mich in Empfang zu nehmen.

Ramon 1

Nach 11:40:18 h war es dann endlich soweit: Der Moment, auf den ich so lange gewartet und hingearbeitet hatte war endlich da: „You are an Ironman“ schallte es aus den Boxen und ich überschritt die Ziellinie! Meine Frau kam mit Tränen in den Augen auf mich zu, umarmte mich und sagte: Ich bin so stolz auf Dich!“, dann legte Sie mir die Medaille um den Hals und begleitete mich ins Atlethendorf!

Das war mein längster Tag!

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Stephan mit dem ich trainieren durfte und seinen weisen Ratschläge sowie meine Frau Birthe, die mir stets den Rücken freigehalten hat, um meinen großen Traum zu ermöglichen!

 

Ein Dank auch an Ute, die uns an der Strecke wie auch schon in Kraichgau angefeuert und unterstützt hat!

 

„I am an IRONMAN!“

 

Teammitglieder stellen sich vor… Wolfgang!

Wolfgang Richmann2Hallo UM-Team!

Mein Name ist Wolfgang Richmann. Ich bin 66 Jahre alt. Mit dem Triathlon habe ich erst vor 4 Jahren begonnen. Davor aber seit 1985 diverse Laufwettkämpfe von 5 km bis 100 km bestritten. Die vielen Laufkilometer haben mich immer verletzungsänfälliger werden lassen. Während einer solchen Verletzungspause fasste ich auch den Entschluss es mal mit Triathlon zu probieren. Zum Zeitpunkt der Anmeldung im Dezember für meinen ersten Start auf der olympischen Distanz (Marathonläufer sind eben keine Sprinter) konnte ich jedoch nur 50 m kraulen. Aber irgendwie habe ich es doch bis zum Juni hinbekommen. Da hat natürlich auch mein erstes Camp mit Ute geholfen. Im gleichen Jahr habe ich dann auch meine erste Mitteldistanz in Köln bestritten. Jetzt bestreite ich so pro Jahr 3 olympische Distanzen und 1 Mitteldistanz. Für dieses Jahr stehen bisher  der 70.3 in Luxemburg, Hamburg und Essen auf dem Programm. Freue mich jetzt auf das Camp am 30.4. als Teammitlglied.

Wolfgang Richmann

Reise / Wettkampfbericht Ironman Cozumel 2016 von Markus

Reise / Wettkampfbericht Ironman Cozumel 2016

 

Nach neuneinhalb Flugstunden landet man am Flughafen Cancun. Glücklicherweise gibt es einen Direktflug aus Düsseldorf durch Air Berlin (wer weiß wie lange noch …), was die Anreise relativ unkompliziert macht. Vor 2 Jahren waren wir mit Hannes Hawaii Tours vor Ort, diesmal haben wir uns entschieden, auf eigene Faust loszuziehen. Beides hat seine Vor- und Nachteile, die Anreise ist aber in jedem Fall gut selbst zu organisieren. Am Flughafenausgang wartet schon der vorbestellte Shuttle-Service auf uns, der uns dann auch direkt zur Fähre bringt. Direkt ist vielleicht etwas übertrieben, man hat sich in Playa del Carmen nämlich entschieden die Touristen erst noch durch eine Art Shopping Center zu treiben, das man clevererweise mit Kopfsteinpflaster ausgestattet hat. Zumindest hat sich so ein neuer Geschäftszweig entwickelt, freundliche Mexikaner schleppen einem nämlich den Radkoffer auf ihren Karren bis zur Fähre.

 

Am Fährterminal angekommen legt auch direkt eine ab und gut 30min später sind wir auf Cozumel. Dank Taxieinweiser („You need a van? You need a van!!!!“) bekommen wir ein Gefährt mit genug Platz für uns beide und alle Koffer und 5$ später sind wir am Eingang unserer Behausung – wir haben diesmal per Air BnB ein Häuschen gemietet – in einem der besseren Wohnviertel von San Miguel, mit Anschluss an die lokale Bevölkerung und nur ca. 1,5km von der späteren Ziellinie des Ironman entfernt.
Nachdem wir eine Woche vor dem Rennen angekommen sind, gestalten wir alles sehr entspannt und gönnen uns das volle Urlaubsfeeling. Natürlich machen wir eine Schnorcheltour, sehr nett vom Boot aus.

 

 

DCIM100GOPROGOPR0014.JPGAn der Westküste gibt es eine ganze Reihe Strandbars, von deren Anlagen man auch direkt losschnorcheln kann – bietet sich auch an für die Wassergewöhnung vor dem Wettkampf. Dort kann man dann den ganzen Tag bleiben, ganz ordentlich zu Mittag essen und lecker Kokosnüsse austrinken.

 

 

 

 

 

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Schnorcheln Cozumel

 

Im Training umrunde ich die Insel, hier ist fast durchgängig ein Radweg angelegt, der vielen deutschen Feldwegen die Schamesröte ins Gesicht treibt. Macht einfach Spaß, bei 28 Grad in kurzen Klamotten vollkommen unbehelligt Gas zu geben – schade, dass nicht noch mehr Radstunden in der Rennwoche drin sind. Dabei treffe ich auch mehrfach Oleg und Peter aus dem Team, die bei Hannes im Hotel sind – Zufälle gibt’s!

Laufen ist dagegen, auch weil ich es meist in den Mittagsstunden durchführe, ganz schön anstrengend. Unser Haus liegt in der Nähe des Sportstadions, da kann ich gut Runden laufen und eine Wasserflasche an den Rand stellen. Der Community Pool (Eintritt frei und 4 Bahnen für Triathleten reserviert) ist auch gleich da.

Frühstück machen wir uns mit den Einkäufen aus dem MEGA Supermarkt selbst ( z.B. eine 3,8kg Papaya für EUR 1,80) oder gehen in das auf gesundes Essen spezialisierte „La Cuisine“.Abends suchen wir uns Restaurants in der Nähe unseres Hauses, wir haben ein paar Empfehlungen von unserem Gastgeber. Da wünsche ich mir manchmal, ich hätte mehr Spanisch drauf, häufig können die Servicekräfte nichts anderes, man kommt aber auch mit Händen und Füßen zurecht und es ist immer sehr lecker – von der Ceviche über die Tacos bis zur Horchata, die ich als Getränk für den Gewichtsbewussten Sportler nur eingeschränkt empfehlen kann.

Die Expo und Anmeldung sind im Convention Center nahe des Marktplatzes, auf dem später das Ziel sein wird. Ab Donnerstag (in den USA Thanksgiving und damit Feiertag) wird es langsam voller und interessanterweise auch etwas teurer – ab sofort ist es angesagt, den Taxifahrer vor der Fahrt nach dem Tarif zu fragen …  Die Expo ist klein aber fein, Registrierung am Freitag verläuft problemlos (am Donnerstag gab es noch keine Bändchen, das war vor 2 Jahren auch schon so – wird dann eben nachgeholt).

Der Bike Check In verläuft unspektakulär, dank AWA Status ein guter Radständer, wie sich am nächsten Morgen herausstellt auch mit Beleuchtung (sonst ist es hilfreich eine Stirnlampe mit dabei zu haben). Meinen Rucksack schenke ich hier einem ca 14jährigen Helfer, der sich ein Loch in den Bauch freut. Bleibt mir nur noch eins: Wie komme ich am Rennmorgen zur ersten Wechselzone? Glücklicherweise wohnt genau gegenüber ein Taxifahrer, der nur blöderweise am Abend vor dem Rennen seinen Geburtstag feiert. Aber er verspricht, dass sein Vater uns fahren wird.

Am Morgen vorsichtig aus der Tür getreten und da steht er auch schon und wartet auf uns, alles vorbereitet. Wie im ganzen Urlaub hat auch hier alles super geklappt, die Mexikaner sind tatsächlich sehr zuverlässig – da habe ich mich allgemein auf mehr Schwierigkeiten eingestellt. Wir sind dann auch zur Öffnung der WZ1 dort und ich bereite noch einmal alles vor. Es regnet nochmal kurz, was die Luftfeuchtigkeit für den Tag nach oben treiben wird – macht es auch nicht leichter. Toilettengang und ab in den Bus zum Start. Dort gibt man dann seinen Beutel mit den Klamotten für nach dem Rennen ab und weil ich hier noch die anderen Teammitglieder treffe, habe ich jemanden der mich bis zu meinem Startbereich führt – hab ja keine Brille mehr auf 😉 .

swimexitDort geht dann beim Rolling Start irgendwie alles recht schnell – ruckzuck sind wir im Wasser und es geht los. Ich merke zwei Dinge sehr schnell: 1. haben wir offenbar die Strömung gegen uns, 2. schneidet mein Swimsuit in meinen Hals. Ich versuche mehrfach das zu richten, das gelingt mir aber nicht. Soweit macht das Schwimmen Spaß, viele bunte Fische, die Wellen in einem erträglichen Maß.  Meine Garmin misst auf der ersten Hälfte eine Pace von deutlich über 2min / 100m, das dreht dann aber glücklicherweise und später sinkt diese auf 1:20/100m. Leider muss ich hierfür auch die Strömung verantwortlich machen. Ich schwimme dann noch ein paar Ecken in den eigentlich vollkommen gerade verlaufenden Kurs und komme nach 1:09 aus dem Wasser.

 

In der Wechselzone brennt die Sonnencreme in meinem aufgeschnittenen Hals und das Visier ist leider abgegangen – nicht weiter schlimm, leider hat auch einer der Magneten den Halt verloren, das Visier hält aber glücklicherweise am Helm. Also raus auf’s Rad und ordentlich Gas geben. Diesmal fahren wir auf der Straße, der  Radweg dient als Ausweichstrecke für die Inselbewohner und Zuschauer. Es ist eine wunderschöne Strecke, die anfangs durch den Dschungel, später dann an der Küste entlang führt.

 

 

 

 

 

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Ein Teilstück (quer über die Insel) ist dann eine eher trostlose Straße, aber hier stehen auch schon einige Mexikaner (besonders Kinder) zum Anfeuern. In San Miguel wird es dann teilweise richtig laut, die Zuschauer haben sich alle schöne Plätzchen im Schatten gesucht und  geben sich alle Mühe uns anzutreiben.

 

DCIM100GOPROG0400931.JPGLeider muss ich jetzt für den sehr guten Start ein wenig bezahlen, ich bekomme Rückenprobleme, die sich seitlich bis in den Oberschenkel ziehen und verhindern ordentlich zu treten. Im Ironman gibt es ja aber immer ein paar Tiefs, und das hier ist auszuhalten. Konzentration auf die Ernährung, eine vernünftige Haltung (es ist richtig windig hier, da ist es wichtig den Kopf unten zu halten) und dann wird es schon wieder. Das mit der Ernährung funktioniert gut, ich nehme aber auch mal was von dem Gatorade das angeboten wird, das muss ich so bei km 160 mal wieder oben rauslassen. Schmeckt zwar lecker, vertrag ich aber nicht. Zum Ende der zweiten Runde konnte ich wieder mehr Druck aufs Pedal geben, es geht wieder mehr und ich überhole immer weiter. Zum Ende der 3. Runde hin fahre ich dann sogar an ein paar weiblichen Pros vorbei. Insgesamt eine ordentliche Radfahrt in knapp 5:24, das wäre auch noch schneller gegangen.
Der junge Mexikaner, der mir in der WZ2 meinen Hals einschmiert erschrickt ein wenig, als ich vor Schmerzen kurz mal aufheule – die Mischung aufgeschnitten/Salzwasser/aufgebrannt/Sonnencreme  ist nicht besonders angenehm.

 

 

runRaus aus der Wechselzone laufe ich erstmal eine 4:30 Pace, vollkommenes Selbstmordtempo, ich versuche mich zu zügeln. Es ist gut warm (so 26 Grad im Schatten, sagt die WetterApp), dazu brennt die Sonne. Schatten gibt es auf der Strecke nicht viel. Genau so habe ich es mir gewünscht. Ich habe schon in der WZ gesehen, dass ich gar nicht so schlecht liege, da waren noch viele Beutel. Jetzt auf der Laufstrecke bin ich fast alleine unterwegs bis mir der Führende entgegenkommt. Geiles Gefühl. Dadurch auch die exklusive Aufmerksamkeit für mich in den Verpflegungsstationen: „Agua! Agua! Ice! Pepsi! Agua!“ In Massen über den Körper und den Kopf geschüttet hält es mich bis zur nächsten Verpflegungsstelle halbwegs kühl. Die liegen auf der 7km Wendepunktstrecke nur 1km auseinander, das ist aber auch dringend nötig. Es gibt einen Abschnitt, auf dem steht die Luft – da bin ich dann ruckzuck wieder trocken und der km zwischen diesen Verpflegungsstellen fühlt sich irgendwie doppelt so lange an.

 

Auf der zweiten Runde ruft mir Dani dann irgendwann zu „Du warst 17. AK nach dem Radfahren, die anderen gehen alle ein. Hau rein!“. Das war genau was ich gebraucht habe – was mich von den anderen im Rennen unterscheidet ist das Durchhaltevermögen, deshalb wollte ich hierher. Also bleibe ich dran und mache tatsächlich ein relativ konstantes Rennen im Lauf, die einzelnen 7km Abschnitte unterscheiden sich nicht besonders. Auf der 3. und letzten Runde muss ich allerdings ein paar Meter gehen, da mir meine alte Unfallstelle aus Lanzarote Schwierigkeiten macht und die Muskeln dort verkrampfen. Nachdem das gelöst ist, geht es aber wieder fix weiter.
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In der letzten Runde feiere ich an jedem Stimmungsnest und an jedem Verpflegungspunkt mit den Leuten, ich freu mich einfach hier zu sein, auch wenn ich mir gerade die letzten Körner aus dem Körper laufe. Aber so komme ich überglücklich ins Ziel, auch wenn ich noch nicht weiß, dass ich es immerhin bis auf Platz 6 der AK geschafft habe. Insgesamt Platz 99 und mit einem 3:41 Lauf eine 10:25. Wenn ich da noch mit einrechne, dass ich zweimal auf dem Rad und einmal beim Lauf stehen geblieben bin um Blutzucker zu messen und die Insulinpumpe zu bedienen, dann bin ich echt zufrieden – auch weil ich tatsächlich immer an der Leistungsgrenze war, egal zu welchem Zeitpunkt des Rennens.

 

 

 

 

 

 

cancunNach dem Rennen gibt es wieder frisch aufgeschlagene Kokosnüsse, Pizza und Gatorade. Ich hole mein Radel und die Beutel ab und fahre nach Hause (da ist es stockdunkel, aber die Mexikaner fahren auch ohne Licht im Verkehr). Dusche und dann wieder zurück an die Finishline. Heute Abend geht es zu Hooters, Burger und Chicken Wings zusammen mit einem leckeren Bier. Das Ganze mit Blick auf die Laufstrecke.Irgendwann übermannt mich die Müdigkeit, wir nehmen noch eine Pizza mit nach Hause für meinen Hunger in der Nacht (wie immer nach einem Rennen) und verabschieden uns.
Am nächsten Tag räumen wir zusammen, genießen ein leckeres Frühstück bei La Cuisine und fahren zur Slot Vergabe. Ich habe keine Hoffnung, will aber nicht in Kona stehen als der Depp, der den Rolldown verpasst hat – erwartungsgemäß gehen die 4 Slots in meiner AK auch an die ersten 4 weg.

Am Dienstag dann morgens auf zur Fähre, von dort mit dem Shuttle ins Live Aqua Cancun, ein sehr netter Schuppen in dem wir die nächsten 4 Tage den Luxus genießen wollen. Kurz nach der Ankunft haben wir dann ein Steak und die ersten Bierchen / Cocktails drin, die Offseason läuft …

Einen wichtigen Punkt haben wir noch offen – wir müssen nach Akumal, da Dani ja total auf Schildkröten steht und man an diesem Strand direkt mit den Tieren schnorcheln kann. Unsere Tour beinhaltet vorher noch einen Abstecher in eine Cenote – die Unterwelt der Maya Mythologie.

 

 

Schnorcheln Cenote

 

Schnorcheln Akumal

 

Dazu gibt es noch Massagen, Kekse, ausführliche Frühstücksgelage und die immer leckeren Abendessen im Hotel – die Erholung schreitet voran. Leider müssen wir dann am Samstag den Weg zum Flughafen antreten, auch hier funktioniert wieder alles reibungslos und so befinden wir uns am Sonntag morgen wieder auf deutschem Boden – und frieren.

 

Für 2018 kann ich mir den Wettkampf sehr gut wieder vorstellen, falls also jemand Interesse oder Fragen hat, kann er mich gerne kontaktieren.

 

Bildrechte der Rennbilder: finisherpix

 

 

Guidos erste Langdistanz

Die Idee meiner 1. Langdistanz wurde im Sommer 2015 langsam konkret. Nach langer Überlegung mit meinem Freund Stefan Pax, der auch teilnahm, haben wir uns für die Challenge Regensburg entschieden. Angestrebte Zeit: 12 Stunden.

Am Freitag 12.August ging die Reise los. Das Auto vollgepackt und ab ging es Richtung Regensburg. Mit dabei, meine Familie, gute Freunde und wie ober schon erwähnt, Stefan Pax mit seiner Familie.

In Regensburg angekommen ging es erstmal ins Hotel und nachmittags ab in die Stadt um die Startunterlagen abzuholen. Mit Erhalt der Beutel stieg die Anspannung, die Vorfreude und damit auch die Gewissheit, dass es nun kein Zurück mehr gibt.                                                                                     Samstags ging es erst mal ins Schwimmbad noch ein paar Bahnen ziehen bevor es dann nachmittags zum Check Inn an den Guggenberger See ging. Der Rest des Tages war dann eher Entspannung angesagt.

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Dann war es soweit. Sonntag 14.08.2016. Challenge Regensburg!!!

Um 4 Uhr morgens läutete mein Wecker, und ich ging zum Frühstück. Dort kam mir der Gedanke, wie fast bei jedem Wettkampf, dass es im Bett doch auch sehr schön ist, und was ich hier eigentlich mache?Ok, jetzt war ich schon mal wach, also wieder zurück aufs Zimmer um die restlichen Klamotten zu holen. Auf dem Weg zum See wurde Stefan noch eingesammelt. Dort angekommen wurde nochmal alles durchgecheckt. Nun war die Anspannung da, also ab in den Neo und runter zum See. 2

6:45 Uhr war es dann endlich soweit. Der Startschuss für meinen „Längsten Tag“.

Das Wasser fühlte sich, für einen Nichtschwimmer wie mich, von Anfang an sehr gut an. Kurz vor der Hälfte der Strecke, konnte ich die ersten Rotkappen der Startgruppe vor mir einsammeln. Dann der kurze Landgang und wieder ab ins Wasser. Nach 1:16 Std war die 1. Disziplin abgehackt und gut im Plan. Raus aus dem Neo und ab aufs Rad. Die ersten Kilometer liefen gut, wohl wissend, dass es nach ca. 15 km in die Berge ging. 3 Anstiege lagen vor mir, bis man bei km 25 den Brennberg erstiegen hat. Nun ging es mit Vollgas den Berg hinunter und dann auf die lange Flachstrecke. Bei Km 75 überholte mich Stefan. Nach kurzem Plausch zog er langsam davon. Nun ging es zurück zum See und dann in die 2. Runde. Bei km 130 waren meine Familie und Freunde an der Strecke um mich nochmal für die Berge zu motivieren. Ich kann nur sagen: Es hat geholfen! Leider kam jetzt der Wind dazu, der uns gerade auf dem flachen Teil zu schaffen machte. Nach genau 182 km und einer Fahrzeit von 6:01 Std stellte ich das Rad in die Ecke und Disziplin 2 war erledigt. Ich zog meine Laufschuhe an und ab auf die Marathonstrecke. Alles lief gut bis mich bei km 16 starke Magenkrämpfe quälten. Nach einer kurzen Wanderung und einem Besuch auf dem Dixi ging es von km zu km wieder besser. Bei km 27 sah ich vor mir ein Ute Mückel Trikot. Ich lief langsam auf Stefan auf. Da jeder seinen eigenen Rhythmus lief, haben wir uns nur kurz unterhalten um dann wieder getrennte Wege zu gehen. Da ich in der Vorbereitung meine längste Laufeinheit mit 28 km hatte, wartete ich nun auf den Mann mit dem Hammer. Aber was soll ich sagen: Er kam nicht! Nun ging es mit großen Schritten Richtung Ziel.  Schon von weitem hörte ich den Sprecher, und irgendwann rief er meinen Namen. Meine Familie und Freunde standen am Rand und brüllten mich ins Ziel. Ach ja, oben im Zielbogen stand meine Endzeit: 12:00:02 Std. Was für ein Gänsehautgefühl!! Geil!!!34

Mein Fazit:

Super Wochenende mit Happy End. Es sollte etwas einmaliges sein, aber mittlerweile glaube ich ….

Teammitglieder stellen sich vor… Christiane!

Hallo Team!sportograf-67809723_lowres
Mein Name ist Christiane, Jahrgang 1976, wohnhaft in Trossingen (Kreis TUT) und ich bin eine sehr mäßig begabte Läuferin mit viel Spaß an der Sache. Zum Triathlon kam ich eher zufällig, nachdem ich noch vor einiger Zeit gemeint hatte, dass das nix für mich sei.
In der Vorbereitung zu meinem ersten Marathon im Herbst 2015 zog ich mir einen Fersensporn mit Plantarfasziitis zu.
Zunächst noch optimistisch, dass das Ganze in ein paar Wochen ausgestanden sein würde, begann ich, das Lauftraining durch Aquajogging zu ersetzen. Dass das auf Dauer etwas öde ist, brauche ich wohl niemandem zu erzählen, und so verlagerte ich mich immer mehr aufs Schwimmen. Da Brustschwimmen aber vom Coolness-Faktor auch nicht sooo hoch anzusetzen ist, belegte ich an der VHS einen Kraulkurs. Hier bekam ich zwar ein paar Grundlagen, leider war jedoch immer nach einer Bahn Schluss. Bei diesem Kurs traf ich auf einen Triathleten, der mich ein bisschen stupfte, und mir auch einen Tipp gab, wo ich ein anständiges Rennrad herkriegen könnte. Hmmmm…
Diverse weitere Stupfer aus den sozialen Netzwerken taten dann ihr übriges.
So kaufte ich mir ein Rennrad – man gönnt sich ja sonst nichts – und meldete ich mich zur Sprintdistanz beim Freiburg-Triathlon an. Ich hatte ja immerhin noch ein paar Monate Zeit, um das mit dem Schwimmen hinzukriegen.
Ich zog mir dazu alle möglichen Videos im Netz rein und blieb schließlich auf Triathlon-Szene.de bei Utes Videos hängen. Auf der Suche nach einem Seminar bei ihr, stellte ich fest, dass sie ja gar nicht am anderen Ende der Welt wohnt, sondern recht in der Nähe. Ein paar Mails später hatte ich dann auch schon die erste Stunde und war begeistert.
Seither habe ich neben dem Freiburg-Triathlon auch noch beim Breisgau-Triathlon und beim Kaiserstuhl-Triathlon jeweils auf der Sprintdistanz teilgenommen. Zwar bin ich immer noch den größten Teil der Schwimmstrecke Brust geschwommen, aber ich bin zuversichtlich, dass das noch wird. Außerdem habe ich mich mit dem Tri-Virus infiziert und auch gemerkt, dass mir das Training wesentlich besser bekommt als das reine Lauftraining.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mich nächstes Jahr schon an eine OD heranwagen soll, oder lieber noch die Sicherheit auf der Sprint-Distanz ausbauen. Ein Fernziel wäre auf jeden Fall irgendwann mal eine Mitteldistanz.
Ich freue mich, jetzt Teil eines Teams zu sein, und vielleicht nicht mehr alle Wettkämpfe allein bestreiten zu müssen. :)
Wer noch mehr über mich wissen will, kann gerne mal auf meinem Blog laufkater.wordpress.com vorbeischauen.
Wir sehen uns!

Sandras Sieg beim Rügenbrückenmarathon

img_79871Letzter Wettkampf vor Saisonpause..
Rügenbrückenmarathon!!
Ich habe mir einen hart erkämpften Pokal geholt in einer Zeit von 3:12:54h und somit die Frauenwertung gewonnen!img_79891
Zum Start sah es leider nicht aus..denn der Regen setzte genau zu diesem Zeitpunkt ein und begleitete mich auch den ganzen Lauf..somit matschige und nicht erkennbare Laufwege, aber es war trotzdem eine tolle Veranstaltung.
Dickes Dankeschön an Ute!!!!
Nun Beine hoch und sporteln was ich will???
Gruß Sandraimg_79881

 

Ein großer langersehnter Traum: Elfie auf Hawaii

Ein großer langersehnter Traum: Elfie auf Hawaii

Ein großer langersehnter Traum geht in Erfüllung: Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii 2016

Wie alles begann:

2011 habe ich den Ironman in Regensburg bei einem Regenrennen als erste meiner Altersklasse gefinisht. Am nächsten Morgen wurde der Traum von Hawaii jedoch jäh zerstört – plötzlich tauchten 2 andere Triathletinnen auf und ich war nur noch 3. in der Altersklasse. Bis 2010 galt beim IM die Regelung, wer am Hawaii-Tag bereits 55 Jahre ist startet in der AK 55, die beiden Damen wurden aber erst im Dezember 55 und waren in der AK 50 – 54 gemeldet. 2011 wurde die AK-Regelung jedoch geändert, so dass alle Sportler, die in dem Jahr 55 wurden auch in der AK 55 starteten, Ironman hatte die EDV noch nicht angepasst und so tauchten die beiden Damen in der Nacht plötzlich auf – aus der Traum von Hawaii.elfie1

2013 gab es in Wiesbaden Hawaii-Slots von dem gecancelten IM Regensburg, hier hätte ich einen Slot haben können. Dies stand jedoch für mich außer Frage, ich kämpfte das ganze Jahre mit einem Periformis-Syndrom und Ischias Problemen, den IM Frankfurt musste ich abbrechen, da ich kein Lauftraining hatte und wollte in Wiesbaden nur finishen um meinen Kopf freizubekommen. Als letzte in meiner AK mit einer grotenschlechten Finisherzeit hätte ich einen Slot bekommen können. Da meine Verletzung  immer noch nicht ausgeheilt war und ich gar nicht sicher war, ob ich bis Hawaii laufen kann, kam ein Start bei der Ironman Weltmeisterschaft überhaupt nicht in Frage. Für Hawaii muss man kerngesund sein.

Den abgebrochenen Ironman in Frankfurt wollte ich nicht so stehen lassen und startete 2015 in Barcelona, ich wollte unbedingt das Ziel erreichen und hatte auch die Hawaii-Quali im Hinterkopf. Barcelona war der härteste IM überhaupt. Ich war schockiert, dass ich mich nach dem Schwimmen nicht mehr auf den Beinen halten konnte, solche Probleme hatte ich noch nie. Wir hatten heftigen Wellengang und ich war wohl „seekrank“, bin mehrfach umgefallen und hatte Brechreiz. Barcelona war mein erster Wettkampf im Meer. Nach einem halben Liter Wasser ging es mir wieder besser, beim Radfahren hab ich dann die komplette Konkurrenz eingesammelt und bin als erste auf die Laufstrecke. Schon wieder hatte ich Brechreiz und konnte ich keine Verpflegung aufnehmen außerdem hatte ich immer Bedenken, dass  ich völlig entkräftet im Sanizelt lande, aber ich weiß jetzt der Marathon geht auch mit Wasser und Cola. Zwar nicht so schnell, aber es geht. Nach heftigen Diskussionen mit dem Schweinehund habe ich das Ziel als Erste mit 45 Minuten Vorsprung erreicht und somit die Quali für Hawaii in der Tasche. Endlich – mein großer Traum geht in Erfüllung.

elfie2Der lange Weg nach Hawaii:

Ab Januar begann das strukturierte Training für Hawaii und alles lief super nach Plan. Als Asthmatikerin bin ich im Frühjahr oft eingeschränkt durch Bronchitis und Luftprobleme, dieses Jahr war das nicht der Fall. Leider fielen geplante Vorbereitungswettkämpfe buchstäblich ins Wasser (wurden abgesagt w/ Hochwasser)  bzw. aus dem 70.3 Luxemburg wurde ein Duathlon. Der 70.3 in Wiesbaden, bei dem ich 9 x finishte, war dann als einziger Formtest vorgesehen. 6 Wochen vorher hab ich mir beim Warm-up zur Rückenschule den Fuß verstaucht, die Bänder überdehnt und vier Wochen Laufpause. Zum 70.3 in Wiesbaden konnte ich nicht starten.  Mitte September war dann auch die Motivation dahin, der Puls ging nicht mehr hoch und meine Leistung zurück. Nun waren 2 Wochen regeneratives Training angesagt. Zwei Wochen vor Hawaii hatte ich nochmal Intervall-Training und die Beine fühlten sich gut an.

Am 2
8.09. ging es dann endlich einmal um die halbe Welt. Dass mein Radl in Hawaii nicht ankam, regte mich gar nicht so sehr auf (irgendwas geht immer schief vorm IM), war mit Hannes Hawaii Tours unterwegs, seine Mitarbeiter kümmerten sich, so dass das Rad mit 12 Std. Verspätung vor der Tür stand. Ute Mückel hat mich vorgewarnt, dennoch konnte ich mir die Temperaturunterschiede nicht so richtig vorstellen. Ute sollte Recht behalten: bei jedem kleinen Handgriff stand ich völlig unter Wasser. Oh je wie soll ich hier laufen.

Dafür war das Schwimmen morgens am Pier die Entspannung pur, glasklares Wasser mit Fischen in allen Farben, es war herrlich. Meine Bedenken und Angst, dass es mir wieder so geht wie in Barcelona lösten sich nach 30 Min. plantschen in Luft auf. Eines Morgens hab ich fast die Kaimauer geküsst, so vertieft war ich ins Fische beobachten.

Das Radtraining auf dem Highway war mir anfangs nicht so geheuer, aber die Amerikaner waren sehr diszipliniert so dass ich mir dort auch noch den letzten Schliff holen konnte. Das Laufen war jedoch mit sehr viel Schweißverlust verbunden und der Puls schoß auf 175 (bei der Leistungsdiagnostik geht ab 155 nichts mehr). Die Nächte waren sehr lang, nach drei Stunden Schlaf hätte ich jede Nacht um 1 Uhr Bäume ausreißen können, die letzten zwei Nächte vor dem Wettkampf konnte ich dann endlich durchschlafen und hatte den Jetlag auch hinter mir.

Am Freitag waren dann auch meine Rad- und Laufbeine wieder da – endlich und sehr beruhigend.elfie3

Am Wettkampftag betreuten uns 3000 Helfer aus allen Teilen der USA : sie sorgten dafür dass wir keine großen Wartezeiten hatten, erst gings zum Bodymarking, nächste Station Vaseline und zum Schluss Sonnencreme. Alles haben die Helfer übernommen. Ich war die Ruhe selbst (hab ich noch nie erlebt), kurz ging der Puls etwas hoch, da ich keine Luft in meinen Reifen bekommen hab (das Ventil war verstopft, hab mir Milch reinfüllen lassen), es hat mir aber ein Athlet geholfen und schon war alles ok und ich tiefenentspannt (weiß nicht warum, es war mir schon fast unheimlich). Das Schwimmen war für mich ok (viele meinten es hätte starken Wellengang gehabt, es war aber kein Vergleich zu Barcelona). Auf dem Rad hatte ich 60 km gute Radbeine und auch normalen Puls bis 130, dann ging der Puls nach unten und nicht mehr hoch und die Kraft war weg auch kurze Sprints halfen nichts, jetzt war mir klar, es wird ein langer Tag bei 140 km Gegenwind und keine Kraft in den Beinen. Die Uhr hab ich abgestellt mit einem Durchschnittspuls von 117 bin ich vom Rad und beim Laufen war er dann auf 121. Da es so heiß war, hab ich mich auf dem Rad und beim Laufen sowieso mit Wasser gekühlt, was zur Folge hatte, dass meine Füße aufgeweicht waren.   Nach 2 Km hatte ich beim Laufen an beiden Füßen Blasen – brauch nicht zu erzählen, wie es mir beim Marathon ging. Dazu kamen noch Schulterschmerzen, Knieschmerzen und meine Fußsohlen brannten wie Feuer.  Hab mir immer wieder gesagt – WM muss hart sein, Du bist nicht aus Zucker. Der Schweinehund hat sich überhaupt nicht gemeldet – er wusste sicherlich, dass er keine Chance hatte und das erste Mal in 11 Jahren keine Ernährungsprobleme – das war schon mal die halbe Miete. Jeder Ironman ist anders, man weiß im Voraus nie was kommt – wie im richtigen Leben.

Richtig auskosten konnte ich den Ironman dann, als ich die Palani Road wieder runterkam und die letzten Meter durch die mit Zuschauern gesäumte Straße zurücklegte. Der  Zielkanal war gesäumt von den Nationalflaggen dieser Welt; mit jedem der letzten Schritte rückten die vergangenen Qualen mehr und mehr in den Hintergrund und dafür wurde der Stolz über die Leistung immer größer.

Der Zieleinlauf war  gigantisch und unbeschreiblich, ich höre immer wieder meinen Namen – puh ich hab schon wieder Gänsehaut!!!

elfie4Ich habe es geschafft, auf der Insel der Triathlon-Träume an der Startlinie gestanden und bin im Ziel von Mike Reilly mit den Worten „You are an Ironman!“ begrüßt worden – unbeschreiblich!!! Hawaii hat mich verändert: mit Ehrgeiz und immer die Uhr im Blick konnte ich viele Wettkämpfe nicht genießen. Ich habe das härteste Ausdauerevent der Welt  ohne Zeitvorgaben hinter mich gebracht – mein Kopf war frei und ich hatte keinen Streß. Irgendwann muss man auch mit sich selbst zufrieden sein und genießen können.

Ich bedanke mich bei allen, die mich auf diesem Weg unterstützt haben:

Ute Mückel für die super tolle Trainingsplanung, Uta Knape vom Ute Mückel Triathlon-Team und Silke Wienfort für die Betreuung vor Ort, Hannes Hawaii Tours für die geniale Organisation meiner Reise und auch Betreuung in Kona, Caroline Rauscher für die Wettkampfernährung, LC Olympia Wiesbaden, Nassauische Sparkasse für die Unterstützung, City Bike Wiesbaden für die Pflege meines Radls und meinen Freunden und Trainingspartnern für das Verständnis während meiner Vorbereitung. Nun hab ich wieder mehr Zeit.