Katrin ist zurück…

… da ich seit September 2014 wegen eines Ermüdungsbruches im Mittelfuss komplett mit dem Laufen pausieren musste, gab‘ es bisher von mir auch noch keine Wettkampfberichte.
Hat sich jetzt aber geändert. 😉
Auch wenn ich noch nicht viel länger als 1h laufen kann, hatte ich mich am Samstag den 20.6. durchgerungen am Spreewald Triathlon teilzunehmen. Durchgerungen deshalb, weil mit gerade mal 10-20 Laufkilometern pro Woche und das erst wieder seit Mitte Mai und der (lt. Wetterbericht) Aussicht auf einen kühlen & nassen „Aprilwetter-Tag“ im Juni ließen mich nicht gerade freudig auf meinen ersten Wettkampf seit dem Sommer 2015 schauen.
Um so erstaunter war ich dann doch, dass es überraschend gut lief…es war wie befürchtet ein richtiger „Wet – Kampf“ und das Wasser beim Schwimmen wär an dem Tag das wärmste Element, doch ich hatte trotz Regen & Wind offensichtlich gute Beine beim Radeln und mein Fuß hat beim Laufen auch bis ins Ziel „gehalten“. Da es für mich ja eher ein „Hauptsache Ankommen und schnell ins Trockene“ Wettkampf war, hat es mich dann doch überrascht, als ich im Ziel erfahren haben, dass ich 2. Frau bin.
Also „musste“ ich trotz Regen doch noch länger bleiben und aufs Treppchen. Ich denke, ich komme langsam wieder zurück ins Training und guck mal, wie’s dem Fuß dann geht. Habe das Team also in Brandenburg gut präsentiert. 😉
Das nächste Ziel ist mal was ganz Neues – erstmalig in Deutschland – ein Cross-Quadratlon in der Schorfheide beim Schorfheide-Triathlon.(750m Swim, 20,5km MTB, 4km Paddeln, 7km Run) am 12. Juli!image1
Ich freue mich drauf und starte natürliche fürs UM-Team!

Sonnige Grüße aus der Hauptstadt,
Katrin

Monique über ihr IM-Rennen in Mexiko

      Rennbericht Ironman Cozumel Mexiko vom 1. Dezember

In einem klasse Starterinnenfeld konnte ich beim Ironman Cozumel eine Top10 Platzierung erreichen. Als 9. in einer Zeit von 9:29.57std. überquerte ich die Ziellinie in einem sehr windigen und heissen Rennen ;o).

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Die mexikanische Sonne, die karibischen Strände und eine leichte Meeresbrise hiessen uns in Cancun willkommen, bevor es dann mit der Fähre noch auf die Insel Cozumel hinüberging. Nach einer rund 24Stündigen Reise bin ich müde, aber glücklich im Hotel angekommen.

Die Vorbereitung auf dem Wettkampf lief sehr gut und das all-inclusive Buffet zeigte sich in einer Vorbereitungswoche als ideal – so konnten wir eigentlich den ganzen Tag hindurch essen, wann immer uns danach war ;o).

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In den ersten Tagen war das Meer ruhig und das Schwimmen äusserst angenehm. Dann ab Mitte Woche drehte der Wind, wurde deutlich stärker, das Meer unruhiger, die Wellen höher und die Strömung, welche sowieso schon besteht, immer stärker. Die beiden Testschwimmen von Freitag und Samstag wurden aufgrund der starken Strömung abgesagt, der Hafen sogar für kleine Schiffe gesperrt und die Athleten fragten sich immer mehr, was wohl am Wettkampftag mit dem Schwimmen geschehen wird…. Informationen dazu gab es keine – ein Plan B wurde nicht einmal erwähnt. Dann am Samstagabend wurde bekannt, dass die Schwimmstrecke nun auf 3.1km gekürzt und der Schwimmstart verlegt wird, sodass mehrheitlich mit der Strömung geschwommen werden kann. Denn, es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass die Veranstalter auf dem Rückweg hunderte von Athleten aus dem Wasser fischen mussten, weil sie durch die Strömung nur noch an Ort und Stelle geschwommen sind….

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Nun dann wurden am Wettkampfmorgen fast 3000 Athleten mit Bussen zum neuen Schwimmstart transportiert – Chapeau, denn dies hat super funktioniert und so fiel pünktlich um 06:40Uhr für die Profimänner der Startschuss – kurz darauf 06:43Uhr auch für uns Frauen.

Wie immer fiel es mir schwer, den Überblick im Wasser zu behalten und so fand ich mich zwar in einer Gruppe wieder, diese war mir jedoch bald viel zu langsam unterwegs. Als ich mich dann nach einer Gruppe weiter vorne umschaute, waren die jedoch auch schon ziemlich weit weg und so beschloss ich in dieser Gruppe locker mit zu schwimmen anstatt auf Aufholjagdt im Alleingang zu gehen…

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Nach einem sehr relaxten Schwimmen stieg ich aufs Rad und hatte dabei recht gute Beine. Leider schienen die Frauen, mit welchen ich aus dem Wasser gestiegen bin, auch nicht schnell Radfahren zu wollen (…ausser Jessie Donovan…der späteren 2. …jedoch bei ihr konnte ich nicht mithalten…)…und so musste ich die gesamte erste Runde mausen seelenalleine  fahren und mich gegen den starken Wind durchkämpfen. Es ist schon bedeutend schwieriger so ganz alleine zu fahren, wenn man niemanden hat, der mit einem fährt und hilft, dass der Rhythmus nicht einbricht…Ich war sehr froh darüber mit meinen neuen Kéo Power Pedalen von POLAR meine Leistung kontrollieren und konstant halten zu können, denn so fuhr ich auch gegen den Wind regelmässig ohne mich hier abzuschiessen….nun ja, in der zweiten Runde kamen dann die ersten Agegroupemänner….und zu meinem Erstaunen, fuhren da ganze Züge, ja richtige Ketten an mir vorbei, Rad an Rad und daneben fuhr ein Schiedsrichter und sagte einfach „Nichts“!…Nichts desto trotz hielt ich brav meinen 10Meter Abstand und musste die Gruppe leider bald einmal wieder ziehen lassen…so ging das Spiel weiter…der starke Gegenwind war auf jeder Runde eine grosse Herausforderung und so stieg ich nach 5:16h mit doch ziemlich müden Beinen ab dem Rad. Ich wusste, dass ich ziemlich Gas gegeben hatte und war gespannt darauf, wie nun meine Beine laufen würden….

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Das Laufen fühlte sich sehr bald auch recht gut an, jedoch war mein Kopf noch völlig überhitzt und ich musste schauen, dass ich diese Hitze so schnell wie möglich wieder aus dem Kopf bekommen konnte. Dank dem vielen Eis und kalten Wasser, ging es mir diesbezüglich schnell wieder besser, das Laufen jedoch fühlte sich nun doch recht schwer an und ich musste kämpfen….die Gedanken an meine Familie, Freunde und vor allem auch an meine Trainerin Ute, halfen mir über diese erste Krise weg und nach der ersten Runde à 14km war mir auch klar, dass ich dieses Rennen hier durchziehen werde. Schon auf der zweiten Laufrunde konnte ich einige Profifrauen einholen und überholen und auf der dritten Runde fing es an richtig Spass zu machen….kurz vor Zieleinlauf, etwa bei km 41 konnte ich auch noch die 8. Platzierte überholen. Leider hatte es da gerade angefangen wie aus Kübeln zu schütten und man lief wie durch einen grauen Vorhang…als ich dann nach km 42 auf der rechten Spur Richtung Ziel einspuren wollte, wurde ich von der Einweiserin weggewiesen auf die linke Spur …obwohl ich ihr dreimal sagte, ich wolle zur Finishline, sagte sie immer wieder „keep on your left“ und versperrte mir die Strasse ..verwirrt im grauen Regenvorhang und mit einem doch etwas müden Kopf, fing ich an meinem eingeschlagenen Weg zu zweifeln und lief wie mir vorgegeben auf der linken Spur weiter…den Kopf schon weit nach vorne gestreckt und Ausschau haltend, wo es denn jetzt da vorne raus zum Ziel gehen könnte….es kam jedoch nichts und ich fing an zu verzweifeln…irgendwann fragte ich einen Zuschauer nach dem Ziel und der deutete mir wieder in die andere Richtung…verärgert über diese Falsch-Einweiserin aber vor allem über mich selber, lief ich wieder zurück und kam dann nach fast 44km endlich ins Ziel…leider nun wieder auf dem 9. Platz…so werdet ihr diesmal auch kein Finshfoto mit einem Lächeln finden, denn so gut das Rennen sonst auch gelaufen war, spürte ich in diesem Moment nur gerade eine grosse Enttäuschung…

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Die Enttäuschung war jedoch bald vergessen – die Freude an der Leistung insgesamt viel grösser – begleitet von vielen schönen Erinnerungen an ein schönes Rennen auf dieser mexikanischen Insel und auch an eine schöne Zeit rund um den Wettkampf herum mit vielen neuen Freunden! Danke euch allen und danke liebe Ute für die Unterstützung!!! Auch ein herzliches Dankeschön an alle meine Sponsoren, welche mir das alles möglich machen!

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Herzlichen Dank für die Unterstützung!

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Max stellt sich als neues Teammitglied vor

Hallo,

 

mein Name ist Max, ich wohne in Köln und bin 27 fast 28 alt.

Seit dem ich denken kann war ich eigentlich immer ein Couchpotato, allerdings kam dieses Jahr Karneval unter dem Einfluss meines besten Kumpels Ahmir der Knacks im Kopf dass es so nicht weiter gehen kann und wird!

Also meldete ich mich im Fitnessstudio an, doch schnell wurde klar, dass mir das nicht ausreicht und ich suchte nach Aktivitäten die man nicht zwingend im Fitnessstudio machen muss.

Da ich der Meinung war das laufen und schwimmen mal überhaupt nicht mein Fall sind, habe ich anfangs absolut nicht an Triathlon gedacht. Ich kaufte mir mein erstes Rennrad und fuhr ein paar KM damit. Mein Vater, selbst Triathlet, sagte mal dass wir nun zusammen schwimmen und laufen werden da er für den Erdinger-Stadttriathlon 2013 trainierte. Dabei merkte ich dass es ja doch Spaß macht und ich begann mein Training darauf auszulegen. Zwischendurch habe ich mich dann für diverse andere Events angemeldet, zum Beispiel ToughMudder und den Köln Halbmarathon. Der Stein war gelegt… Laufen macht Spaß. Durch Micha Roth bin ich nun auf das Team gestoßen und ich entschloss mich beizutreten. Leider habe ich bislang noch keinen Triathlon absolviert aber mein Plan für 2014 steht und mein erster Triathlon soll in meiner Heimat, Erding, stattfinden.

Ich glaube dass ich ein ziemlich umgänglicher und kritikfähiger Mensch bin mit dem man aber auch viel Spaß haben kann.

Falls noch irgendwelche Fragen aufkommen sollten schickt mir einfach eine E-Mail.

Beste Grüße

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Max

Micha trotzt dem Regen

Saisonabschluss am Walchsee

 

Die Saison ist beendet und ich nutze die Zeit euch ein paar Zeilen zu schreiben. Beginnen möchte ich diesmal damit mich bei meiner Trainerin zu entschuldigen das ich in Tirol gestartet bin und wieder einmal meinen Dickkopf über die Gesundheit gestellt habe.

Bevor ich jetzt zu dem Bericht komme liegt es mir noch am Herzen mich bei unserem Team für das geile Wochenende in Tirol und dem Support an der Strecke bedanken.

Hier vor allem bei Alexandra Mitschke die meine Jacke gerettet hat und Alexander Freiesleben der mir seine Windweste geliehen hat und Trikot gewaschen 😉

Nun zu meinem Wochenende incl. Saisonabschluss.

Zusammen mit meiner Freundin reiste ich bereits am Freitag Morgen an. Nach dem die Startunterlagen geholt und das Appartment im Tirolerhaus Kössen bezogen war ging es zum gemeinsamen Grillen bei Fam. Henseleit und es war schon hier eine super Stimmung im Team.

Am Samstag ging es schon früh am Morgen zum offiziellen „Schwimmtraining“ in den Walchsee. Die knapp 10 Grad Lufttemperatur forderten zwar etwas Überwindung hierzu, aber dafür wurde es umso lustiger und das Ergebnis ist bei Tri-mag.de zu sehen…

Den restlichen Samstag verbrachte ich/wir dann damit unsere Team-Kids zu unterstützen, letzte Sachen organisieren, Wettkampfbesprechung „verschlafen“, Wandern, Essen und Sommer rodeln :-)

Die Nacht vor dem Wettkampf hatte ich Nachts mit leichtem Fieber zu kämpfen und in Verbindung mit dem Wetter ganz klar gegen einen Start spricht. Doch wie schon erwähnt siegte mein steinböckischer Dickkopf und ich ging an den Start ohne Ute davon zu erzählen da ich ja wusste das Sie mich niemals starten lassen würde. Das muss und will ich ändern um mein Potential gänzlich nutzen zu können!!!

Zurück zum Wettkampf. Frühzeitig wurde das Radl aus seiner Nachtgarage geholt und die Wechselzone vorbereitet. Anschließend ging es zum Schwimmstart um mich pünktlich 9:15 Uhr in den Walchsee zu stürzen. Ich kam super rein und fand meinen Rhythmus bevor neben mir ein Athlet mit einem Neo, wie ihn mein Kollege Matze trug auftauchte. Da auch die Größe hin kommt lies ich nicht mehr locker und wir schwammen im Parallelflug durch den See. Am Ausstieg stellte ich dann fest das es doch nicht Matze war, aber ich so wenigstens nicht gebummelt habe.

Jetzt schnell raus aus dem Neo und bei Regen ab auf die unbekannte Radstrecke. Ausgemacht hatten wir das wir den Belgier machen und von Beginn an Tempo bolzen um eine Topzeit zu erzielen oder grandios zu explodieren. Also los und Druck auf die Pedale dann wird es auch schnell warm. Regen möchte ich schon immer erst wenn er vorbei ist und die Trails kostenloses Fango verteilen :-) aber nicht mit kühlen Temperaturen auf dem Triathlonradl. Kurz um die Abfahrten bin ich meist runter geschlichen, zweimal komplett durch gefroren und die Finger so kalt das ich die Kraft nicht aufbrachte im Wiegetritt den Lenker fest zu halten. Ein Hoch auf Handschuhe. Bei KM 80 hakte ich das Rennen ab rollte in die WZ 2 mit dem Ziel einfach nur noch durchkommen.

Zum Glück waren die Füße wenigstens direkt lauf bereit und trugen mich vernünftig durch die ersten beiden von 4 Runden. In der 2. Runde bildete sich dann ein Sebamed-Zug mit Bella, Hannes und mir. Das war aber auch schon das einzig Gute an meinem Halbmarathon. Da ich nun schon in die dritte Runde ging wusste ich das ich trotz Gehpausen an den Verpflegungsstellen mich ins Ziel kämpfen werde. Ute stand mit unserer Jubelgruppe etwa 1km vor dem Ziel und gab mir beim letzten vorbei Laufen die Anweisung noch einmal Cola aufzunehmen und mit aller noch vorhandenen Kraft für ein gemeinsames Finish wieder auf Hannes auf zulaufen. Kurz in mich gehört und beschlossen Cola Cola sein zu lassen um sicher gehen zu können Hannes noch zu bekommen (es waren keine 100m). Los ging die „Jagd“, ich war viel früher dort als erwartet, musste aber erst einmal vorbei laufen da beide Waden plus der linke Oberschenkel jetzt dicht machten. Mit heftigen Schmerzen und einem undefinierbaren Laufstil lief ich bis auf den roten Zielteppich. Jetzt kurz auf Hannes warten und zusammen ins Ziel, wenigstens hier hab ich auf Ute gehört. Es war ein verdammt hart erkämpftes und ungesundes aber geiles Finish.

Auf der Heimfahrt gab mir mein Körper einmal mehr zu verstehen wer der Chef im Ring ist und ich Vernünftig werden MUSS!

 

 

Zum Abschluss noch ein ganz großes Dankeschön an die beste Trainerin der Welt, Merci Ute und nächstes Jahr greifen wir mit den Erfahrungen aus diesem Jahr richtig an.

Auch bei alle Unterstützer über die ganze Saison möchte ich mich bedanken.

 

Habe die Ehre

Micha

Micha direkt nach der WZ
Micha direkt nach der WZ – Foto:af-sport-event.de

Micha bei der Ch. Kraichgau

Standortbestimmung mit Hindernissen

Der Saisonhöhepunkt mit der Challenge Roth wirft seinen Schatten immer größer voraus, doch bevor diese Challenge in Angriff genommen werden kann, stand erst einmal die Ermittlung des Leistungstandes im Rahmen der Challenge Kraichgau auf dem Plan. Damit jeder Leser über die Voraussetzungen des Wettkampfes im Bilde ist, gehen wir mal eben noch eine Woche zurück.

Der Kalender zeigte Sonntag den 2. Juni an und es stand, wie bei einigen Rennen in diesem Jahr ein Debüt an, hier war es mein erstes Ligarennen. Das Training in den Tagen zuvor lief super, zumindest was davon geblieben ist, da der Verdacht eines Außenminiskusrisses bestand/besteht und somit laufen lange Zeit auf dem Trainingsplan vergebens zu suchen war.

Rechtzeitig zum ersten Triathlon der Saison fühlt sich das Knie gut an und der Arzt gab sein okay, sofern ich nicht gerade Marathon oder so laufe (Diagnose steht noch immer aus). Daher bin ich gut gelaunt in Harsewinkel an den Start gegangen. Das Rennen ist schnell erzählt: im Wasser lief es gut, auf dem Radl musste ich auf Grund von fehlendem Druck auf dem Pedal fast alle vorbei lassen und dies setzte sich beim Laufen fort. Im Ziel waren gerade einmal 7 Athleten hinter mir und ich habe nur gefinisht weil ich im Team am Start war, sonst wäre das Radl vor Wut wohl in den Graben geflogen oder ich spätestens beim Laufen ausgestiegen. In keinem Rennen zuvor war ich so niedergeschlagen und den Tränen so nahe wie an diesem Tag.

Doch bereits in den nächsten Tagen, die Woche vor Kraichgau, sollte der Körper mir erklären was los war. Ein Magen-/Darminfekt der nur schwer in den Griff zu bekommen sein sollte und ein Training unmöglich machten, verursachte diese unterirdische Leistung.  Damit lässt sich rückblickend das Ligarennen in Harsewinkel schon eher verkraften bzw. verstehen.

Damit sind die Voraussetzungen mit denen ich samstags ins Kraichgau reiste bekannt. Ob es von Willensstärke zeugt unter diesen Umständen eine Mitteldistanz in Angriff zu nehmen oder es Willensstärke ist das Rennen nicht anzutreten bin ich mir noch immer nicht sicher. Doch als typischer Steinbock mit einem Dickschädel bleibt nur Variante 1.

Anreise, Bike Check-In und sogar die Pasta Party verliefen perfekt. Nach einer Woche Zwieback, Tee, Wasser und Brötchen nimmt der Magen auch mal wieder Pasta ohne zu motzen auf. :-)

Es ist Renntag, meine erste Mitteldistanz steht an und ich starte um 9:45 Uhr. Haha denkst du!!! Nicht im Anti-Freiluftsport-Jahr 2013. Gewitter incl. Unwetterwarnung im Kraichgau, was zur Folge hat, dass wir mit einer Stunde Verspätung endlich starten dürfen. Das Schwimmen verlief wie es für einen Ute-Mückel-Teamler fast selbstverständlich ist wieder gut 😉 Wäre der Hügel am Schwimmausstieg nicht gewesen hätten wir zu unseren Wechselbeutel in die WZ1 schwimmen können. So ging es durch die teils recht matschige Wechselzone mit dem Radl auf die feuchten Straßen rund um Bad Schönborn. Mein Rhythmus hatte ich echt schnell gefunden und ich konnte anfangen zu verpflegen, was ich als das Wichtigste nach der letzten Woche befand. Was wäre aber ein MD-Debüt ohne Komplikationen?!?! Richtig der Herr lässt NIX aus. Ab Kilometer 25 etwa begann sich mein Magen wieder mal zu melden und zwar mit schubweisen heftigen Krämpfen, welche es unmöglich machten die Aeroposition einzuhalten. Allerdings war klar dass mich nach dem Rennstart nur eine Verletzung von der Ziellinie fernhalten kann. Damit wurde der Plan von Sub5 kurzerhand umgeschmissen und auf finishen zurückgeschraubt um mental keinen Druck entstehen zu lassen. Eine weitere Reaktion meines Magens auf die anhaltende Belastung war, das ich weder Riegel noch Gels runterbracht und sofern dies doch einmal mit viel Kampf möglich war, es sofort wieder raus wollte. Somit habe ich beschlossen Gels und Riegel sein zu lassen und zu warten bis der Einbruch bzw. Hungerast kommt. Bis dahin war die Devise Druck aufs Pedal und Kilometer bolzen. Zwischen KM 70-75 war er dann da der erwartete Einbruch/Hungerast und siehe da der Magen ruft lautstark nach Futter, welches er auch mit Vergnügen zugeführt bekam. Nun lasset die Spiele erneut beginnen. :-)

Ein Ruck geht durch den Körper und schon ist die WZ2 erreicht. Dort wurde die Hilfe der freundlichen Helferin dankend abgelehnt da das Rennen durch ist und ich Zeit habe, evtl. braucth ein anderer Athlet auf der Jagd nach einer pers. Bestzeit die Hilfe dringender. Deutlich gezeichnet ging es auf die Laufstrecke, hier bin ich zuhause. Stimmt die erste Runde geht mit 4:38min/km gerade so dahin. Leider verabschiedete sich das Kinesotape am rechten Knie bereits in Runde Nummer eins und ich wusste, dass es dem Knie nicht gefällt bergab zu rennen, aber da muss das gute Stück jetzt durch, sind ja auch nur noch 14km. In der 2. Runde wunderte ich mich über Teile der Strecke, da ich ja schon einmal hier gewesen sein muss aber mich nicht daran erinnern konnte. Die Kilometer 17-19 waren die Beine fast zu schwer um sie vom Boden zu bekommen, was aber auch an den total nassen Schuhen gelegen haben könnte. Denn von Unwetter war nix mehr zu sehen/spüren. Es war ein warmer Sommernachmittag geworden und jeder Wasserschwamm zur Körperkühlung wurde dankend angenommen. Die letzten beiden Kilometer liefen wie von selbst und nach 5:20:43h war es soweit: Sie haben ihr Ziel erreicht!

Merci an alle die dies ermöglicht haben Familie, Supporter, Teamler und natürlich allen voran unsere Chefin Ute Mückel.

 

Grüße Micha

(Michael Roth)

Micha beim „24-h-Lauf“ in München

Triathlet auf Abwegen…

Habe die Ehre liebe Leser,

es ist wohl immer wieder der Drang die eigene Leistungsgrenze festzustellen der mich/uns auf verrückte Ideen bringt und an „besonderen“ Events teilnehmen lässt.

Letztes Jahr im November saßen wir (ein paar Schützenbrüder und ich) gemütlich bei einem Hopfenkaltgetränk zusammen und unterhielten uns über die Saison 2013, als ich auf die Idee kam ein 4er Team beim 24h-Lauf in München anzumelden. Es waren sofort 2 weiter Läufer gefunden und uns fehlte nur noch einer der aber nach einigem guten zureden auch dafür „begeistert“ werden konnte :-)

Also auf geht’s in die Vorbereitung, diese verlief alles andere als optimal und es gab vor dem Rennen schon Wetten ob und wie viele von uns überhaupt ins Ziel laufen würden. Eine Taktik hatten wir uns zwar zurecht gelegt, allerdings wüsste ich aus den Erfahrungen aus 24h-MTB-Rennen das diese spätestens nach 12h über den Haufen geworfen wird. Auch war allen Läufern im Team klar das es hart wird und wir einfach nur alle ins Ziel zusammen ins Ziel laufen möchten.

Jetzt mal zu Rennen:

Die Anreise nach München verlief relativ gut und auch der Platz im Läuferlager war schnell bezogen und eingerichtet. Also erst einmal etwas essen bevor ich um 20 Uhr als Startläufer gemäß. der Taktik eine Stunde auf der 2,538km Runde kreiseln durfte. Ich bin super rein gekommen und wechselte bereits nach 55min. Und 5 Runden auf Lutz „die Maschine“. Dieser kam auch gut ins laufen und gab den Staffelstab nach weiteren 4 Runden an unseren Teamsenior Thomas weiter. Auch er konnte dank getapter Achillessehne mit 4 Runden beginnen. Da unser 4. Läufer erst in der Nacht das Team vervollständigen konnte, ging es nochmal für jeden von uns 3 auf die Strecke wieder 1h Turn pro Läufer. Um kurz vor 2 Konnte Thomas dann auf unseren 4. Läufer Matthias wechseln. Matthias lief dann vor und nach meinem 3. Turn je einen 1h-Turn um den anderen etwas Pause zu gönnen und noch nicht gelaufene Zeit wieder aufzuholen.

Ich war nach meinem 3. Turn schon angeschlagen und froh erst einmal 3h zu erholen, noch schnell essen und dann erst mal die Beine im Wohnwagen hoch legen. Um 10 vor 7 war es dann wieder so weit, raus auf die Strecke doch mehr als 3 Runden am Stück gingen zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. So wechselte ich kurz auf Thomas der mir eine Rune zum verschnaufen gab um mich dann für weitere 2 Runden auf die Strecke schickte. Nun kam Matze zu seinem letzten 3 Runden Turn, denn wir waren alle richtig angeschlagen und mussten ja noch fast 12h durchhalten 😉

Also Taktik komplett über den Haufen werfen und das Team in 2x2Läufer aufteilen. Plan war jetzt wie folgt: Matze 3Ruden, Lutz 2R, Matze 2R, Lutz 2R danach das gleiche bei mir und Thomas. Allerdings ergab das Gespräch mit Matze das ich besser dran bin 2,2,1 zu laufen und dazwischen Thomas 2×2. Okay guter Plan los geht’s!!!

Es war wieder soweit, ich bin dran lief 2 Runden anschließend Thomas und ich war wieder auf der Strecke. Kurz vor dem Wechsel auf Thomas kam ich wie immer an unserem „Lager“ vorbei und musste die anderen zum Aufwärmen schicken. Der Körper war fertig, Vollgas in den Hungerast und das auch noch über 8h vor dem Ziel. Da es mit mir den vermeintlich stärksten aus dem Team scheinbar endgültig aus dem Rennen warf war die Stimmung und Motivation am Tiefpunkt, nun waren die Zweifel groß ob wir dieses Rennen wirklich beenden.

Für mich hieß es jetzt Speicher wieder auffüllen, eine Stunde schlafen und zurück zum Team. In dieser Zeit kreiselten Matze und Lutz im 2Runden Takt. Was ich nur am Rande bzw. nach meiner Schlafpause mitbekam war das auch Thomas am Ende seiner Kräfte war und sich ebenfalls im Wohnwagen einfand.

Es war der Kampfgeist und der Wille das Team nicht im Stich zu lassen der mich um 14:42 Uhr wieder zurück auf die Strecke brachte. Zwar musste das Knie mit Tape stabilisiert und mit Salbe gekühlt werden aber ich kam zurück und wie. Der Laufstil wurde wieder flüssiger und die Zeiten schneller, ein geiles Gefühl und mir war klar das Ding bringen wir nach Hause.

Leider war nach mir und Thomas welcher auch wieder mitlaufen konnte nun Matze am Ende der Kräfte und konnte leider nur noch einmal mit auf die Strecke, dies geschah dann um 17:45 Uhr indem Matze unseren 1Runden Rhythmus mit einer „Geh-Runde“ eröffnete.

Wer diesen Bericht aufmerksam verfolgt hat, weiss nun auch warum Lutz von uns „die Maschine“ genannt wird, er war zu jedem Zeitpunkt in dem er gebraucht wurde da und lief seine Runden. Hut ab vor dieser Leistung.

Bereits um 19:29 Uhr begab ich mich auf unsere letzte Runde, es sollte die 99. sein und somit hatten wir 251,262 km in den 24h (Netto 23:47:14) gelaufen sind. Zwar steht in den Ergebnislisten etwas anderes, aber wir hatten mit Stefan DEN BESTEN Betreuer dabei der stets für uns da war und auch alle Wechsel, Runden und Zeiten mitschrieb :-)

Als wir glücklich aber total fertig im Ziel waren, ging es an den Abbau und nach der Suche des 2. Fahrzeuges und einem Besuch beim Schachtelwirt auf dem Heimweg. Entgegen aller Erwartungen sind wir sau stark und auch mehr gelaufen. Am Tag danach sind alle bis auf mein dickes Knie und ein wenig verkaterte Muskeln wohl auf, sodass erste Rufe nach einer Wiederholung mit diesmal der richtigen Renneinteilung laut wurden.

Man darf gespannt sein was da noch kommt.

Gelaufene Runden:

Matze 24

Thomas 20

Lutz 24

Micha 31

Danke für die geilen Bilder an http://sportograf.com/

Grüße Euer Micha

Michas Wintercross in Franken

Die Wintercross- Serie 2012/13 im unterfränkischen Goldbach gehört mal wieder der Vergangenheit an und auch ich (Micha „Mr. Challenge“ Roth 😉 ) habe dort wieder einmal mehr oder weniger meine Kräfte gemessen.

Nachdem ich im vergangen Jahr bei meinem ersten Start in dieser Serie überraschend den 4. Platz in der AK20 in der Long-Distanz-Wertung (alle 8 Rennen) belegen könnte und die anspruchsvolle Strecke sowie die Atmosphäre lieben lernte, musste ich dieses Jahr wieder antreten. Doch dieses Jahr ging es gemäß den Vorgaben der Chefin in die Rennen, nur einmal „Vollgas!!!“ aber eins nach dem anderen.

Die Long-Distanz-Wertung (LDW) konnte ich schon mit dem ersten Rennen abhacken, denn ich war nicht vor Ort, somit auch kein Start möglich und in dieser Wertung gilt „setzt du aus bist du raus“. Es ging ja aber auch darum Grundlagen zu legen und nicht um den 4. Platz zu wiederholen. Entgegen den ersten Planungen ging es ohne Kostüm am 11.11. rein in den 2. Laufsonntag, okay die unterschiedlichen Compressionsstutzen mussten dann doch sein ;-)(Bild vom HM in Goldbach) Es war mein erster Wettkampflauf mit Vorgabe also hieß es neue Pulsuhr an, rein in die Menge und ab geht’s. Es lief auch besser als erwartet, ich konnte mich beherrschen und blieb in meinem GA1-Bereich und die Zeit war auch in Ordnung mit 47:27 für die 10km im Spessart. Auch am folgen Sonntag ging es wieder gemütlich über die Cross Runde und wie ein Uhrwerk zogen mein Laufpartner Matze und ich unsere Runde am Ende stand die Uhr bei 47:31 Brutto.

Am 25.11. war es soweit mein einziger Vollgaslauf heuer in dieser Serie. Matze und ich sind ja wie wir immer zu hören bekommen etwas bekloppt also was tun wir? …Hmm hin und her überlegt ein gemeinsames Outfit, ja okay aber welches? Wie wäre es mit Assi-Style? Och ja ist einfach könnten wir tun, ach was soll es ja wir tun es, sind ja nur etwa 600 Leute die uns sehen, da kann man(n) des machen. Gesagt, Getan!!! UND DANN… Sonntags morgens um 9 Uhr Ankunft an der Edelweis-Kapelle in Goldbach auf geht’s zum warm laufen, aber was ist das da links am Start/Zielbereich? Ein Quad mit Kamera, ein Auto mit BR Aufdruck, Mist der bayrische Rundfunk ist da und berichtet, NEIN wir haben doch nix anderes dabei, MIST!!! Es kam wirklich im Fernsehen und zu Beginn des Berichtes bei Sport in Bayern (Nord) im bayrischen Rundfunk waren wir auch zu sehen  :-)

Das war auch schon das Einzigste was es von dem Lauf zu berichten gibt den Vollgas war es aber mit 44:27 nicht wirklich schnell und 2 Minuten langsamer als meine pers. Best. auf der Strecke. Laut der Ute ist dies wohl der Umstellung des Körpers auf mein Training geschuldet und sollte meinerseits nicht überbewertet werden, also alles im grünen Bereich. Da ich sowieso schon aus der LDW raus war, konnte ich am 1. Dezemberwochenende auch beruhigt den Lauf ausfallen lassen und zur Chefin  auf ein Kontrollseminar fahren.  Den letzten Lauf im alten Jahr absolvierten wir wieder in gewohnt konstanter Leistung mit 47:26 Brutto und konnten zufrieden das Jahr wettkampftechnisch abhacken.

Neues Jahr und die Serie geht weiter, wieder ruhig und konstant in 47:05. Zur Belohnung gibt’s wie immer am Neujahrslauf ein Päckchen Alb-Gold Nudel. Der letzte Wertungslauf stand am 13.01. auf dem Plan, tags bzw. nachts zuvor war ich noch in Dortmund, um mir dort Supercross anzuschauen und somit fiel die lange MTB-Einheit an dem Tag aus, was zur Folge hatte das die Beine ausgeruht und verdammt gut waren. Matze und ich beschlossen das Ganze mal als Letzte in Angriff zu nehmen und uns durchs Feld zu kämpfen (von 608 auf 78). Da die Beine wie erwähnt gut waren, ging es nach einem langsamen Kilometer immer schneller voran und die Berge hinauf wie ein junges Reh. Es hat einfach Spaß gemacht und mit 45:33 auch eine echt coole Zeit.

Nach den Wertungsläufen trifft man sich noch einmal zu einem schönen Abschlusslauf und anschließender Siegerehrung. Für diesen letzten Lauf ohne Wertung habe ich mir noch kurzfristig bei der Chefin die Erlaubnis zum Vollgas-Lauf eingeholt. Dies musste ich natürlich ausnutzen, zwar plagte ich mich das ganze Wochenende schon mit leichter Erkältung rum aber ich wollte es trotzdem noch einmal wissen. Unter diesen Umständen und bei den winterlich schweren Streckenbedingungen ist die Zeit von 45:15 mehr als in Ordnung. Somit hatte ich einen super Abschluss der Serie gefunden…

Das war die schöne Wintercross-Serie 2012/13 in Goldbach. Wer die Möglichkeit hat dran teilzunehmen, dem kann ich  diese Serie nur empfehlen. Eine anspruchsvolle Strecke die rein haut aber die Atmosphäre macht das wieder wett :-)

Sportliche Grüße Micha

 

P.S. hier gibt’s alle Info’s zur Veranstaltung www.wintercross.de