Auf zu neuen Taten…

Nachdem Roth mit 11:26h wahrlich nicht meinen Erwartungen entsprochen hat, ich wollte eigentlich meine Bestzeit von 10:25h erreichen und im Idealfall unterbieten, war die Enttäuschung anfänglich doch sehr groß.

Am Tag darauf bei einem Gespräch mit Ute hatte ich geschworen, ich werde wohl Langdistanzen nur noch ohne bestimmte Ziel Zeit angehen, da ich das Gefühl hatte meine Trainingsleistung einfach nicht auf die Langdistanz umsetzen zu können.

Beim nächsten Gespräch Ende der Woche habe ich ihr mitgeteilt dass ich dieses Jahr noch den IM Barcelona machen werde. Wie kam es zu dem schnellen Sinneswandel?

Sehr hilfreich war das Erste Gespräch am Tag nach dem Wettkampf für mich. Sie hat mich nicht davon überzeugen wollen dass ich sehr wohl Langdistanzen kann, aber sie hat mir zum einen die ungewöhnlichen Wetterbedingungen des Tages aufgezeigt (jeder 5. Ausgestiegen), wie sehr sich die Finish Zeiten von denen des Jahres zuvor unterschieden, hat mir auch aufgezeigt wie gut ich trainiert war und das ich vor allem die Verpflegung mit der Caroline Rauscher besprechen soll da dies erst das Zweite Rennen war wo ich das genutzt habe.

Die Tage bis Freitag zum nächsten Gespräch habe ich dazu genutzt mir eingehend Gedanken über das Rennen zu machen und mit Caroline zu telefonieren. Fehler bei der Ernährung wurden analysiert und eine neue Strategie entwickelt, ich habe die positiven Aspekte aus dem Rennen gezogen, wie von Ute vorgeschlagen mein Feedback im TP von den Wochen davor nachgelesen und daraus habe ich die Erkenntnis, den Mut und die neue Motivation gezogen dass ich Lang eigentlich können müsste :-)

von Uwe Daut

Heimvorteil für Uwe

City-Triathlon Heilbronn (2 – 70 – 15) Teamrennen

Zwei Wochen nach Kraichgau war es wieder so weit, nächster Wettkampf beim City-Triathlon in Heilbronn und dann auch noch ein Teamwettkampf, wie schön.

Freitag ging es los mit dem tollen Abend im Besen, mit köstlichem Essen, Trinken und bester Stimmung. Samstag war dann bei einigen shoppen angesagt, andere bereiteten sich schon auf das Rennen vor und übten den Schlauchwechsel… :-) und ich hatte noch eine 3,5h Radausfahrt auf dem Plan stehen.

Thomas_Bettina

Somit hatten sich alle den Tag über so „verausgabt“, dass das Abendessen auf dem Wartberg sehr willkommen war. Dazu hatte man von da oben noch einen schönen Ausblick über die ganze Region. Damit jeder sich nach seinen Wünschen auf das Rennen vorbeireiten konnte endete der Abend früh.

Verabredet waren wir dann für Sonntagmorgen 8:30 Uhr am Schwimmeinstieg um noch ein schönes Team Foto zu machen. Da hatten wir ja auch den richtigen Mann dabei, Alex unser „Teamfotograf“ hatte für dieses Rennen sogar eine Akkreditierung bekommen und war somit offizieller Fotograf und konnte sich frei bewegen :-). Danke Alex für die tollen Bilder.

UM_Team_Heilbronn

Danach ging es an die Vorbereitung für den Start, ich war in der ersten Startgruppe zusammen mit Franzi und Nico die um 9:25 Uhr startete. Geschwommen wurde in einem Seitenarm des Neckar und da die Startlinie recht breit war suchte ich mir eine schöne Stelle an der rechten Seite aus. Wie sich herausstellte eine gute Wahl, ich hatte die ganze Zeit schön Platz zum Schwimmen und fand somit auch recht schnell meinen Rhythmus. Der Wettkampf stand unter dem Motto „Training unter Wettkampfbedingungen“. Da ich die ganze Woche durchtrainierte und mich auch etwas müde fühlte, auch bedingt durch die Geschäftsreise von Sonntag bis Dienstag, wollte ich mich einfach überraschen lassen was für Zeiten herauskommen werden. Und siehe da die Schwimmzeit mit 31:15min war schon sehr erfreulich, mit diesem positiven Gefühl ging es dann zum Rad.

Kaum aus dem Neo war auch schon Nico da, Franzi’s Rad war schon weg, also hatten wir alle 3 recht ordentliche Schwimmzeiten hingelegt. Raus aus der laaaaangen Wechselzone (müsste man auf die Laufstrecke angerechnet bekommen :-)) rauf aufs Rad und los ging es. Im Wasser hatte es schon zu regnen angefangen und die ersten KM waren dann doch recht unangenehm. Doch zum Glück hörte es dann auf und zum Teil kam auch schon wieder die Sonne hervor. Jedoch war es sehr windig und böig so dass man teilweise Mühe hatte das Rad unter Kontrolle zu halten. Auf dem Rad fühlte ich mich nicht ganz so gut, die Beine wollten nicht ganz so wie ich mir das wünschte, aber das war am Training tags zuvor auch schon so. Mit einer Radzeit von 2:11:54h kam ich somit zum zweiten Wechsel.

Wieder durch die lange Wechselzone und raus auf die Laufstrecke. Nach ca. 1 Km stand Ute da und fragte wie es geht und ich musste sagen „es geht so“, die ersten 3 Km waren nicht so prickelnd, aber es wurde besser. In der Zweiten Runde lief dann Uta auf mich auf erst wollte und hab sie auch schon etwas ziehen lassen, aber dann dachte ich mir „sei nicht so faul und probiere doch mal wie lange du mitgehen kannst“ und siehe da es ging. So lief es immer besser und schneller und letztendlich hatte ich eine 1:04:35 auf der Uhr stehen und eine Endzeit von 3:50:14.

Ziel_HN

Danke an Uta die mich so toll mitgezogen hat und natürlich an alle Supporter an der Strecke und hier vor allem an Ute die mich beim Laufen gleich wieder kurz korrigierte um einen effektiveren Laufstiel zu haben.

Es ist doch immer wieder schön wenn man so zufrieden aus einem Wettkampf gehen kann, das gibt einem die Motivation für viele weitere anstrengende Trainingseinheiten J

Danke auch noch an Lisa und Axel für die Organisation rund um das Wochenende, das war echt toll und schön mit euch allen. Ich freue mich schon auf das nächste mal.

 

Uwe bei der Ch. Kraichgau

Endlich war es wieder so weit, mein „Heimwettkampf“ stand vor der Tür.

Die Wettervorhersage sah auch vielversprechend aus, auf jeden Fall viel besser als das Wetter die Wochen zuvor. Aber wie heißt es so schön, oft kommt es anders als man denkt…

Sonntagmorgen 6:30 Uhr, Himmel stark bedeckt, naja, sieht zwar bedrohlich aus, wird aber schon bis Mittag halten, da waren Schauer vorhergesagt.

7:45 Uhr verlassen des Hauses, Mist, Erste Tropfen fallen :-(

8 Uhr geparkt in der Nähe des Sees, aus den Tropfen werden viele, sehr viele Tropfen und Claudia (meine Freundin) und ich bleiben erst mal im Auto sitzen, das wird schon vorbeigehen. Ein Rundblick am Himmel, hmmm, sieht zwar nicht so aus aber das hört schon auf.

8:20 Uhr, hat zwar immer noch nicht aufgehört, aber so langsam sollten wir mal in die Wechselzone.

Die Wechselzone sieht aus als ob sie einen zweiten See haben anlegen wollen, oder ein Fußbad für die ganzen Fahrräder. Aber macht ja nichts wir sind hart, ha ha ha…

So hart dass wir nach dem Anbringen der Verpflegung am Rad gleich eines der Wechselzelte aufsuchen. Total durchnässt stehen wir hier wie die Ölsardinen. Jetzt wird es so langsam kalt, OK wir ziehen schon mal den Neo an, geht ganz gut wenn so viele Leute um einen herum stehen, nun gut, zumindest umfallen konnte man nicht.

Dann kam die Durchsage dass der Start um eine halbe Stunde verlegt wird und es regnet fleissig weiter und die ersten Athleten verlassen auch schon mit ihren Rädern die Wechselzone, glauben nicht an eine Besserung. Wir bleiben Standhaft auch wenn die Verlockung immer größer wird auch das Rad zu schnappen und nach Hause zu fahren und in aller Ruhe zu frühstücken :-) Denn es regnet weiter und weiter und es regnet nicht nur, es sieht aus als würde jemand Eimer ausleeren.

Start wird nochmals um eine halbe Stunde verlegt, OK weiter warten in diesem überfüllten Zelt. Dann siehe da, je näher wir 10 Uhr kamen wurde der Regen weniger und zum Startschuss der Ersten Welle hatte es tatsächlich aufgehört, freu :-)

20 nach 10 Uhr, dritte Startgruppe ich war an der Reihe. Sortierte mich wie immer an meiner Spezialstelle ein und dann viel auch der Startschuss. Hatte ein recht entspanntes Schwimmen, konnte mich aus dem Gerangel raus halten und weitgehend meinen Rhythmus schwimmen. Hat sich auch alles gut angefühlt und komm dann aus dem Wasser und hatte eine 34er Zeit auf der Uhr stehen. Noch langsamer als letztes Jahr, hm, was ist denn da schief gegangen. Naja, egal weiter geht’s.

Der Wechsel war mittelmäßig aber so wie es in der Wechselzone ausgesehen hat, war ich froh nicht im Schlamm gelandet zu sein :-)

Raus ging es aufs Rad, die flachen ersten 15 Km verhalten angehen, die Hügel kommen noch. Die Strecke trocknete auch schon so langsam ab, was mich doch recht froh stimmte, denn bremsen auf den Karbonfelgen ist nicht wirklich vertrauenswürdig. Dann ging es los mit den Hügeln und ich kam von Hügel zu Hügel besser ins Rennen. Leider meldete sich mein linker unterer Rücken wieder und musste jetzt aufpassen nicht zu viel Zug darauf zu bringen. Somit ging es die nächsten Anstiege im Stehen hoch und die Schmerzen verschwanden und ich konnte die Radstrecke gut zu Ende bringen in 2:41 Std.

Auch in dieser Wechselzone aufpassen dass man nicht auf die Nase fällt :-)

Dieser Wechsel war schnell und los ging es auf die Laufstrecke. Hier wirkten sich die Probleme auf dem Rad wieder aus, aber glücklicherweise wurde ich sie auch hier nach 3 Km los. Kurz danach ist Sylvia Otten auf mich aufgelaufen und wir haben einige Kilometer Seite an Seite verbracht. Dann musste ich jedoch abreißen lassen. OK, weiter konzentrieren auf die Lauftechnik, was auch recht gut ging, allerdings war schon nicht mehr so viel Dynamik da und der Abdruck wurde immer schlechter. Die dritte Runde wurde dann hart, aber auch hier auf die Technik achten und auf tak tak tak, tak tak tak 😉 Das ist der Takt den ich von Ute schon für Südafrika vorgegeben bekommen habe :-)

Dann nach 1:44 h war dann auch das Laufen vorbei in einer Gesamtzeit von 5:04:56. Nicht ganz zufriedenstellend für mich, da ich 6 Minuten langsamer war als letztes Jahr aber eigentlich wollte ich etwas schneller sein…

Dennoch war es wieder ein schöner Wettkampf und ich freue mich schon wieder auf nächstes Jahr :-)

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Uwe Daut in Lanzarote

Letzten Sonntag war es soweit, Erstes Rennen in 2013 und das nach 2 Wochen Ute Mückel Trainingscamp.

Die Anmeldung zum Rennen erfolgte recht kurzfristig da ich im Vorfeld des Trainingslagers muskuläre Probleme in den Oberschenkeln hatte und die „Chefin“ abwarten wollten wie sich das entwickelt. Glücklicherweise hat es sich gut entwickelt, mit einer guten Massage kurz vor dem Trainingslager und den warmen Temperaturen auf Lanzarote waren die Probleme recht schnell Geschichte . :-)

Doch siehe da, schon kam die Zweite Hürde, am Zweiten Wochenende gingen Bakterien herum und haben auch vor mir nicht halt gemacht, eine halbe Nacht im Badezimmer verbracht spendierte mir zwei weitere Ruhetage und immer noch keine Gewissheit ob ich jetzt starten werde.

Letztendlich hatte ich mich doch sehr schnell erholt und konnte das Training wieder aufnehmen und somit war dann auch sicher dass ich starte.

Gut vorbereitet, am Abend vor dem Rennen war Trainingscamp Abschlussabend mit gutem Rotwein :-) , stand ich dann Samstag morgen um 10 Uhr an der Startlinie und pünktlich 5 nach 10 Uhr erfolgte der Startschuss.

Das Schwimmen, 2 Runden im Meer mit Landgang war nicht so spaßig da die Wellen doch recht hoch waren und somit kam auch nur eine mäßige Schwimmzeit von 38 Minuten heraus.

Das Rad fahren war von Anfang an richtig gut, bin locker losgefahren  und habe erst nach ca. 1 Stunde mehr Druck gemacht wo kurz darauf dann auch der 10 KM Anstieg nach Haria bevorstand. Nicht genug das man hoch fahren muss, kommt von da oben auch noch der Wind recht heftig herunter um einem das Leben noch schwerer zu machen :-) aber an dem Tag hat mich selbst das nicht wirklich gestört. Die Vorhersage für den Wind war nicht wirklich gut, da es auch Böen geben sollte was man nach dem Anstieg dann auch sehr deutlich zu spüren bekam, allerdings hatte ich mehr Glück als Katharina und bin ohne Sturz durchgekommen. Nach 3:21 Stunden waren dann die 100 KM für mich zu Ende und ab ging es zum Laufen.

Kaum aus der Wechselzone heraus waren auch schon die Supporter zur Stelle und feuerten an in Person von Uta, Thomas, Claudia, Peter und allen voran natürlich Ute, die mir gleich den einstudierten Lauftackt nochmals vorgab. :-)

Auch das Laufen war richtig gut und ich konnte die 3 Runden sehr gleichmäßig laufen, so dass ich die 20KM in 1:30:58 absolvieren konnte.

War also eine gelungene Generalprobe vor Südafrika, hoffe nur das dies kein schlechtes Vorzeichen ist. :-) Ich werde auf jeden Fall mit gestärktem Selbstvertrauen in das Rennen in SA gehen können vor allem in Bezug auf den Marathon.

(von Uwe Daut)

Silvesterlauf Münster 10Km

Nach einem harten 3 Wochen Trainingsblock dessen Focus auf Beintraining lag hatte ich mir vorgenommen zum Abschluss noch einen 10 Km Lauf zu absolvieren.

Da ich ja am 1. November auf dem Hockenheimring schon eine 40:32 Min gelaufen bin, wollte ich diesmal die 40 Minuten unterbieten. Naja, der Wille war da aber die Beine wollten nicht ganz so und somit erreichte ich eine Zeit von 40:58. Womit ich grundsätzlich auch ganz zufrieden bin und immerhin hatte ich hinten raus noch die Kraft 3 Konkurrenten abzuwehren die mich auf die letzten 2 Km noch überholen wollten, was 2 davon auch schafften, jedoch hatte ich noch genügend Kraft zum Kontern und konnte so meine Position halten.

 

Somit hatte am Ende Gesamtplatz 50 erreicht (598 Finisher) und Platz 8 in meiner AK (138 Finisher).

 

Heute ist ein Tag Ruhe angesagt und danach geht das Projekt Hawaii Quali in Südafrika weiter J

 

Bericht vom 02.01.13